Bei einer vermieteten oder betrieblich genutzten Immobilie kann die Abschreibung des Gebäudes als Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben steuerlich geltend gemacht werden. Die Höhe der Abschreibung richtet sich nach den Anschaffungskosten für das Gebäude. In diesem Zusammenhang kommt der Aufteilung der Anschaffungskosten zwischen dem nicht abnutzbarem Grund und Boden und dem dazugehörigem abschreibungsfähigen Gebäude große Bedeutung zu. Da der Steuerpflichtige ein Interesse daran hat, bei dieser Aufteilung den Wert des Gebäudes möglichst hoch und den Wert des Grund und Bodens möglichst niedrig anzusetzen, kommt es diesbezüglich immer wieder zu Streitigkeiten mit der Finanzverwaltung.


Die Fakten:

In der Regel muss das Finanzamt einer Kaufpreisaufteilung im Kaufvertrag folgen, wenn diese nicht nur zum Schein getroffen wurde und die vertragliche Kaufpreisaufteilung die realen Wertverhältnisse nicht erheblich verfehlt. Gewisse Schätzungsbandbreiten werden akzeptiert.

Es empfiehlt sich also, die Kaufpreisaufteilung bereits im Notarvertrag vorzunehmen. Dabei können wertbeinflussende Umstände selbstverständlich berücksichtigt werden.

Vorsicht: Das Finanzamt teilt Gesamtkaufpreises häufig anhand einer Arbeitshilfe des BMF auf, die nach unseren Erfahrungen nicht immer sachgerechte Ergebnisse liefert, da spezielle wertrelevante Faktoren (z.B. Instandhaltungsstau, Immobilienpreisentwicklungen in speziellen Lagen, etc.) nicht berücksichtig werden.

Gerne sind wir Ihnen bei Rückfragen zu der vertraglichen Kaufpreisaufteilung behilflich.


Sie haben Fragen? Ihr Ansprechpartner ist:

Andreas Wittkowsky, Steuerberater, Tel. 0271 / 8800-50 / andreas.wittkowsky@8p.de