Der Bundestag hat am 22.09.2016 den Regierungsentwurf eines Gesetzes zur steuerlichen Förderung von Elektromobilität im Straßenverkehr angenommen. Der Bundesrat muss dem Gesetz noch zustimmen.


Die Fakten:

Die derzeitig geltende fünfjährige Steuerbefreiung für Erstzulassungen von reinen Elektrofahrzeugen soll rückwirkend zum 01. Januar 2016 auf 10 Jahre verlängert werden. Zudem sollen technisch angemessene und verkehrsrechtlich genehmigte Umrüstungen ebenfalls unter die verlängerte Befreiung fallen.

Steuerbefreiung der vom Arbeitgeber gewährten Vorteile für das elektrische Aufladen eines privaten Elektrofahrzeugs oder Hybridelektrofahrzeugen des Arbeitnehmers im Betrieb des Arbeitsgebers sowie die zeitweise Überlassung von betrieblichen Ladeeinrichtungen für private Zwecke.

Möglichkeit der Pauschalierung von geldwerten Vorteilen aus der Übereignung der Ladeeinrichtungen und Zuschüsse mit pauschal 25%

Ergänzend zu dieser gesetzlichen Neuregelung wurden durch die sogenannte Kaufprämie Anreize zum Erwerb eines Elektrofahrzeuges gesetzt. Demnach wird der Kauf entsprechender Fahrzeuge mit einem Betrag in Höhe von bis zu 4.000 Euro gefördert (hälftige Gewährung durch Automobilhersteller bzw. durch einen Bundeszuschuss), die folgenden Voraussetzungen erfüllen:

·         Das Fahrzeugmodell muss sich auf der Liste der förderungsfähigen Fahrzeuge des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle befinden.

·         Der Netto-Listenpreis des Basismodells darf 60.000 Euro nicht überschreiten

·         Der Hersteller gewährt mindestens den gleichen Anteil vom Netto-Listenpreis des Basismodells

·         Der Erwerb (Kauf oder Leasing) sowie die Erstzulassung müssen ab dem 18. Mai 2016 erfolgt sein.

·         Das Fahrzeug muss im Inland auf den Antragsteller zugelassen werden (Erstzulassung) und mindestens sechs Monate zugelassen bleiben.

·         Die Antragstellung erfolgt ausschließlich online auf der Internetseite des Bundesamtes: www.bafa.de


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Simon Weyel, Steuerberater, Tel. 02739 / 3039-0 / simon.weyel@8p.de