Der Investitionsabzugsbetrag kann für die künftige Anschaffung oder Herstellung eines abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsguts des Anlagevermögens nach § 7g Einkommensteuergesetz (EStG) gewinnmindernd in Anspruch genommen werden. Er darf maximal 40% der voraussichtlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten betragen. Die Investitionsfrist beträgt dabei höchstens drei Jahre. 

Durch das Jahressteuergesetz 2015 wurde die Regelung deutlich flexibler ausgestaltet, sodass sich für kleine und mittlere Unternehmen nunmehr interessante Gestaltungsmöglichkeiten ergeben.


Die Fakten:

Nach der bisher gültigen Regelung war bei Inanspruch- nahme die Funktion des anzuschaffenden oder herzustellenden begünstigten Wirtschaftsguts anzugeben. Auf diese Funktionsbezeichnung für jedes Wirtschaftsgut wurde nunmehr verzichtet, denn eine konkrete Investitionsabsicht und der Nachweis darüber sind nicht mehr erforderlich. Für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31.12.2015 enden, besteht nun die Möglichkeit Abzugsbeträge für künftige Investitionen ohne weitere Angaben gewinn- mindernd abzuziehen.

Weiterhin wurde im Gesetz nunmehr ausdrücklich geregelt, dass ein gebildeter Investitionsabzugsbetrag freiwillig auf Antrag innerhalb der Investitionsfrist wieder aufgelöst werden kann, wenn beispielsweise ersichtlich wird, dass die Investition innerhalb der Frist nicht erfolgen kann.

Da die Förderung nach § 7g EStG nicht mehr streng wirtschaftsgutbezogen ausgestaltet ist, ist zudem eine Aufstockung von Investitions- abzugsbeträgen in Folgejahren (innerhalb der dreijährigen Investitionsfrist) möglich. So können Progressionseffekte steueroptimal ausgenutzt werden.

Gerne beraten wir Sie zu den Neuerungen des § 7g EStG und den sich für Sie ergebenden Gestaltungsmöglichkeiten.


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Helena Richter, Steuerberaterin, Tel. 0271/8800-50 / helena.richter@8p.de