Bezieht ein Unternehmer Bauleistungen, ist er unter bestimmten Voraussetzungen verpflichtet, vom Rechnungsbetrag 15% Bauabzugsteuer einzubehalten und an das Finanzamt abzuführen. Diese Regelung betraf in der Vergangenheit u.a. Vermieter, die mehr als zwei Wohnungen vermieten.


Die Fakten:

Ab 2016 stellt nach Auffassung der Finanzverwaltung auch die Errichtung einer Photovoltaikanlage eine solche Bauleistung dar.

Lassen Sie ab 2016 eine Photovoltaikanlage errichten und speisen Sie den erzeugten Strom in das öffentliche Netz ein, werden Sie dadurch steuerlich zum Unternehmer. Sie sind daher zum Steuerabzug verpflichtet, sofern Ihnen der Photovoltaik-Unternehmer keine gültige Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG vorlegt. Ausnahmen bestehen auch bei sehr kleinen Anlagen (Bruttorechnungsbetrag max. 5.000 €). 

 

Was sollten Sie beachten?

Bestehen Sie auf die Vorlage der gültigen Freistellungsbescheinigung!

Kann der Photovoltaik-Unternehmer Ihnen diese Bescheinigung nicht vorlegen, sind Sie verpflichtet 15% des Bruttorechnungsbetrages einzubehalten und an das Finanzamt abzuführen.

Erfolgt der Einbehalt der Bauabzugsteuer nicht, haften Sie gegenüber dem Finanzamt für diesen Betrag und müssen schlimmstenfalls doppelt zahlen!


Sie haben Fragen? Ihr Ansprechpartner ist:

Gunnar Steffens, Steuerberater, Tel. 0271 / 8800-50 / gunnar.steffens@8p.de