In einem überarbeiteten Entwurf eines begleitenden BMF-Schreibens (Link dazu hier) lässt die Finanzverwaltung aufgrund der kurzen Umstellungszeit eine Übergangsregelung für die Leistungsabrechnung zwischen Unternehmen zu. 


Die Fakten:

Erbringt der Unternehmer eine Leistung an einen anderen Unternehmer im Juli 2020 und wird in dieser Rechnung noch der "alte" Steuersatz von 19 % (7 %) ausgewiesen, kann aus Vereinfachungsgründen auf eine Rechnungsberichtigung verzichtet werden. Die Umsatzsteuer muss dann in der berechneten Höhe an das Finanzamt gezahlt werden.

Die Regelung gilt nicht für die Abrechnung gegenüber privaten Endverbrauchern.

Der Leistungsempfänger darf in diesen Fällen ausnahmsweise die zu hoch ausgewiesene Umsatzsteuer als Vorsteuer abziehen. Damit ist die Prüfung der Eingangsrechnungen im Juli 2020 etwas entschärft worden.

Ab August müssen Unternehmer allerdings genau prüfen, ob der Umsatzsteuerausweis in der Eingangsrechnung zutreffend ist. Denn eine zu hoch ausgewiesene Steuer darf nicht als Vorsteuer abgezogen werden. Eine Berichtigung der Eingangsrechnung wird dann notwendig.


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