Der Bundestag hat am 18.6.2015 das Bilanzrichtlinie- Umsetzungsgesetz (BilRUG) in einer geänderten Fassung nunmehr beschlossen. Die Änderungen des Regierungsentwurfs im Vergleich zum Referentenentwurf (siehe dazu Ausgabe 5/2014, S. 3) betreffen im Wesentlichen: 

  • Vorschriften zur Befreiung von Tochterunternehmen, Personenhandelsgesellschaften sowie Mutterunternehmen von Vorgaben der Rechnungslegung
  • die Festlegung der Nutzungsdauer für den Geschäfts- oder Firmenwert auf zehn Jahre, sofern keine verlässliche Schätzung vorgenommen werden kann
  • die Einführung einer Ausschüttungssperre für phasengleich vereinnahmte Beteiligungserträge
  • die Anhebung der Größenklassen für die Prüfung von Kapitalgesellschaften und die Ausweitung der Erleichterungen bei der Jahresabschlusserstellung für Kleinstkapitalgesellschaften auch auf Kleinstgenossenschaften

Anzuwenden ist das BilRUG grundsätzlich für Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.2015 beginnen. Die neuen Schwellenwerte für die Größenklassen sowie damit einhergehend die Neudefinition der Umsatzerlöse können jedoch bereits erstmals für nach dem 31.12.2013 beginnende Geschäftsjahre angewendet werden.

Beitrag entnommen aus dem RSM K&P – Newsletter “Wirtschaft & Steuern aktuell”, Ausgabe Nr. 4 / April 2015